Vor- und Frühzeit

 

Ca. 3000 - 2000 v. Chr.
Erste Besiedlungsspuren durch die Großsteingrabkultur der Jungsteinzeit (Megalithkultur).

 

 

Ab 2000 - 800 v. Chr.
Verschmelzung der Bauern der Megalithkultur mit indogermanischen Einwanderern, Einzelgrabkultur, Körperbestattung in Hügelgräbern.

 

 

Ab 1800 - 750 v. Chr.
Bronzezeit, gefolgt von der Erlernung der Eisenherstellung (Eisenzeit). Diese Technik übernehmen die in Norddeutschland lebenden Germanen von den Kelten.

 

 

Ab 1400 v. Chr.
War die Totenverbrennung und die Beisetzung der Asche in sogenannten Urnengäber üblich. Auch im Bereich des Stadtgebietes Osnabrück konnten solche Urnengräber gefunden werden.

 

 

Ab 600 v. Chr. - um Chr. Geb.
Die Besiedlung im Osnabrücker Raum nahm zu. Aus dieser Zeit ist auch die Bezeichnung Chasuarier für die Anwohner der Hase überliefert.

 

 

12 v. Chr. - 8 n. Chr.
Wiederholte Zusammenstöße der in Norddeutschland ansässigen Germanen mit den Römern, welche versuchen die Provinz Germania Magna zu errichten.

 

 

9 n. - 16 n. Chr.
Nachdem Varus, 9 n. Chr., 20 km nördlich von Osnabrück, zwischen den damaligen Moorgebieten und den Ausläufern des Wiehen- und Wesergebirges, vernichtend geschlagen wird, geben die Römer die Provinz Germania Magna auf. 
Neueste Ausgrabungen, geleitet von dem Stadt- und Kreisarchäologen Prof. Dr. Wolfgang Schlüter, haben diesen Schlachtort bestätigt. Lokalisiert wurde dieser Ort durch einen britischen Soldaten, der in seiner Freizeit mit einem Metalldetektor ausgerüstet einen Münzfund machte. Daraufhin begonnene Grabungen brachten Befunde, welches erlauben den Schlachtort im Osnabrücker Land als wahrscheinlichsten aller bisher vermuteten zu bezeichnen.

 

 

2. - 4. Jahrh. n. Chr.
Während dieser Zeit enden alle schriftlichen Ausführungen über die Region, welche bislang auch nur seitens der Römer bestanden. Durch die Unruhen der Völkerwanderungszeit gibt es über Jahrhunderte hinweg keine Nachrichten aus den Norddeutschen Regionen.

 

 

Ab 5. Jahrh.
Von Norden her siedeln sich die Sachsen in dem Gebiet zwischen Weser und Ems an. Dieses wird aus den wenigen Funden des 4. - 6. Jahrhunderts belegt. In dem westfälisch-sächsisch besiedelten Gebiet des Hasetales zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald entsteht unweit der Hasefurt zwischen Gertudenberg und Weitererg eine Gehöftgruppe mit einem Edelingshof als Zentrum. Hier befindet sich auch das Gauheiligtum des altsächsischen Threcwitigaues nebst Thingplatz und Begräbnisstätten.

 

 

6. - 7 Jahrh.
Ausweitung der sächsischen Expansion nach Süden und Westen. Hierbei kommt es zur Konfrontation mit den Franken, welches zu fränkischen Vergeltungszügen und sächsischen Tributleistungen führt.

 

 

772
Karl der Große, König der Franken, nutzt ausbleibende Tributzahlungen und Überfälle der Franken als Anlaß zu einem Vergeltungsfeldzug und erobert die Eresburg, wobei die Irminsul, ein altsächsisches Heiligtum zerstört wird.

 

 

772 - 804
Ein langwieriger Krieg entwickelt sich hieraus der mit großer Härte geführt wird, Stichwort Blutbad von Verden, hier wurden 782 ca. 4500 Sachsen von Karl dem Großen getötet.

 

 

779
Der Osnabrücker Raum wird erstmalig von einem fränkischen Heer berührt. Die Sachsen waren bei Bocholt geschlagen worden und über die Gegend des heutigen Rheine und Osnabrück zieht dieses Heer Richtung Weser. Durch die Errichtung von Missionszellen wird das durchzogene Gebiet dem fränkischen Herrschaftssytem eingegliedert. Vermutlich wurde zu dieser Zeit der altsächsische Edlingshof zu einem befestigen fränkischen Königshof (curtis) aus- und umgebaut. Die Taufkirche an der Hase wird dem Bistum Lüttich unterstellt, welches beauftragt wurde diese Missionszelle mit Geistlichen, d.h. Mönchen, auszustatten.